Implantate für Jugendliche
Viele Eltern meinen es häufig nur allzu gut mit ihren Kindern und würden ihnen daher am liebsten jeden Wunsch von den Augen ablesen. So auch dann, wenn es um Süßigkeiten geht. Je früher die Kleinen damit beginnen, ihre Zähne diesem Überschuss an Zucker auszusetzen, desto empfindlicher reagieren ihre Zähne zunächst - bis sie über kurz oder lang immer gelber werden. In diesem Stadium hilft es oftmals nicht einmal mehr, die Zähne regelmäßiges zu putzen: in den meisten Fällen weisen die kindlichen Zähne ein bräunliches, unansehnliches Äußeres auf, so dass eine professionelle Zahnreinigung angebracht ist.
Aber nicht nur das: da auch der Zuckerhaushalt im Körper stets auf Hochtouren arbeiten muss, um die zum Teil recht großen Mengen an Zucker und anderen kohlehydrathaltigen Nährstoffen irgendwie zu verarbeiten, beginnen die empfindlichen Kinderzähnchen auch von innen her, anfällig auf die kontinuierlich gegenwärtigen, äußeren Negativeinflüsse zu reagieren. Dieses kann letztendlich gar dazu führen, dass das Gebiss kariös und porös wird und schließlich vereinzelte Zähne ausfallen oder abbrechen.
Um nunmehr eine gewisse Ästhetik wiederherzustellen, liegt der Gedanke nahe, das kindliche Gebiss mit Zahnimplantaten zu retten.
Wie aber kann dies bewerkstelligt werden?
Generell gelten in Bezug auf Zahnimplantate zwar keinerlei Altersbeschränkungen, da lediglich das biologische Alter ausschlaggebend ist. Somit kann es selbst noch im hohen Alter möglich sein, Zahnimplantate einzusetzen.
Aber bei Kindern und Jugendlichen verhält es sich hingegen so, dass sich ihr Kieferknochenwachstum gewissermaßen noch mitten in der Bildungsphase befindet: das Implantat würde selbst natürlich nicht mitwachsen und vermag aufgrund dessen in entscheidendem Maße dazu beizutragen, dass sich der Kiefer eines Kindes bzw. eines Jugendlichen (mehr oder weniger stark) verformt.
Aufgrund dessen kann das Einsetzen von Implantaten bei jungen Menschen unter Umständen recht problematisch sein. Bei Jugendlichen allerdings ist dieses stets einzelfallabhängig zu behandeln, denn grundsätzlich ist es sehr wohl möglich, bei Mädchen ab dem 14. Lebensjahr und bei Jungen ab dem 16. Lebensjahr Zahnimplantate einzusetzen. Viele Dentisten ziehen es allerdings dennoch vor, erst den so genannten großen Wachstumsschub bis zum 20. bzw. 25. Lebensjahr abzuwarten.
Fakt ist, dass gerade bei einem jungen Menschen die Kieferverhältnisse (noch) nicht stabil genug bzw. aus anderen Gründen für das Einsetzen von Zahnimplantaten entsprechend ungeeignet sind. Es stellt sich in dieser Hinsicht also die Frage, ob überhaupt genügend Halt für das einzusetzende Implantat gewährleistet werden kann – vor allem natürlich auch langfristig! Des Weiteren ist es ein unerlässliches Kriterium, dass der Knochen an sich stark und kräftig genug sein muss, um den „Fremdkörper“ dauerhaft halten zu können. Sicherlich mag es diesbezüglich zwar möglich sein, künstliches Knochenersatzmaterial bzw. eine Knochenaufbautherapie anzustreben, aber dieses ist bei Kindern und Jugendlichen keineswegs sinnvoll.
Nichtsdestotrotz gilt hinsichtlich einer gegebenenfalls erforderlichen Kieferregulierung, dass das Einsetzen von Zahnimplantaten trotz aller möglichen Bedenken empfehlenswert sein kann.
Die Verwendung von Zahnimplantaten bei Jugendlichen bietet die Möglichkeit, eventuell komplizierte Techniken und Apparaturen vermeidbar zu machen – bei überzeugenden Erfolgsaussichten!
Eine ideale Alternative wäre diesbezüglich die Inanspruchnahme von abschraubbaren Zahnkronen. Diese erweisen sich als weitaus schonender für das junge Gebiss und vermögen dennoch, das Wachstum des Kieferknochens effektiv auszugleichen, indem der Teil der sichtbaren Zahnkrone durch eine entsprechende Veränderung korrigiert werden kann.