Die Periimplantitis



Zähne zeigen ist angesagter denn je. Und das kann durchaus wörtlich genommen werden. Gerade die Deutschen haben wohl auch allen Grund dazu, denn sie können es sich - zumindest auch aus optischer Sicht - durchaus leisten.

Wie eine aktuelle Studie ergab, sind es wieder einmal die Bundesbürger, die den Europa-Rekord im Hinblick auf die Regelmäßigkeit von Zahnarztbesuchen halten. Ein weiterer Grund für die meist sehr ansehnlichen Zähne der Menschen hierzulande dürfte darüber hinaus wohl auch der beeindruckende, medizinische Fortschritt sein; insbesondere, wenn es um das facettenreiche Gebiet der Implantologie geht.

Untersuchungen haben gezeigt, dass nach einem Zeitraum von neun bis 14 Jahren aufgrund der so genannten Periimplantitis eines von sechs Implantaten angegriffen wird bzw. infolge dessen gar verlorengeht. Derartige Risiken sind allerdings sehr stark abhängig von den jeweils gewählten Implantaten. Eine zuverlässige Beratung sowie eine hohe Fachkompetenz des behandelnden Dentisten spielen in diesem Zusammenhang also eine sehr entscheidende Rolle. Fakt ist jedenfalls, dass die Erfolgsquote von sage und schreibe 98 (!) Prozent durchaus für sich spricht.

Eine Implantat-Entzündung wird in der Regel durch aggressive Bakterien auf der Oberfläche von Zahnimplantaten ausgelöst. Aber gleichwohl gelten übermäßiges Rauchen, eine (fortgeschrittene) Osteoporose, unzureichende Mundhygiene, Diabetes oder auch Parodontose als potentielle Risikofaktoren.

Ein guter Zahnarzt ist jedoch sehr wohl in der Lage, diese Risiken zu minimieren und so eine dauerhafte Haltbarkeit des Zahnersatzes zu gewährleisten. Neben der effektiven Entfernung von Karies oder der Gabe von Antibiotika kann vor allem die Reduzierung der Bakterien bzw. der Keime im Mund helfen, die Gefahr einer Periimplantitis einzudämmen. Zudem trägt im Rahmen der Implantat-Behandlung ein besonders schonendes OP-Verfahren dazu bei, dauerhafte Erfolge zu garantieren.

Selbstverständlich ist auch der Patient selbst in diesem Zusammenhang gefragt: das Einschränken der Rauchgewohnheiten sowie eine gute Mundhygiene ist nunmehr unabdingbar!

Ziel der mittlerweile sehr unterschiedlichen Behandlungsformen im “Kampf” gegen Implantat-Entzündungen ist es in erster Linie, verlorengegangenes Zahnfleisch am Implantat auf effiziente Weise wiederherzustellen. Aber natürlich ebenfalls, einer möglichen Ausweitung der Entzündung nachhaltig entgegenzuwirken.

So ist beispielsweise die so genannte gesteuerte Knochenregeneration eine beliebte Behandlungsmethode, aktiv gegen die Periimplantitis vorzugehen. Auch verschiedenartige Laser-Systeme oder chemische bzw. mechanische Techniken haben sich in der Vergangenheit als überaus vielversprechend erwiesen.