Was kosten Zahnimplantate?



Sicherlich ist es nicht ohne Weiteres möglich, die genauen Kosten für ein Zahnimplantat schon im Vorfeld explizit zu benennen, jedoch spielt der finanzielle Aspekt für den Patienten im Rahmen der Gespräche mit dem behandelnden Zahnarzt selbstverständlich eine sehr entscheidende Rolle.

Fakt ist, dass hinsichtlich der Kostenaufstellung völlig unterschiedliche Faktoren zum Tragen kommen, wie zum Beispiel der individuelle Behandlungsaufwand, der Schwierigkeitsgrad der Operation, die jeweils verwendeten Materialien et cetera. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. So natürlich auch in Bezug auf die verschiedenen, dentalspezifischen Angebote, die der Markt mittlerweile zu bieten hat.

Ein Seitenzahn (Einzel-Zahnimplantat) kostet zwischen 1.500 und 2.500 Euro, ein Vorderzahn wiederum kann bis zu 500 Euro teurer sein. Eine Implantatbrücke wird mit 3.700 bis 4.900 Euro berechnet, herausnehmbarer Zahnersatz auf zwei bis vier Implantaten belastet die Haushaltskasse mit zwischen 3.500 und 9.000 Euro. Muss hingegen im Fall einer Zahnlosigkeit eine festsitzende Lösung auf Implantaten her, so beträgt der Rechnungsbetrag hierfür mindestens 15.000 Euro.

Bevor es allerdings soweit ist und die Implantate eingesetzt werden, darf die Diagnostik nicht fehlen. Eine einfache Diagnostik mit standardisierter Messschablone beläuft sich kostenmäßig auf circa 80 bis 150 Euro, für die Nutzung einer 3D-Bohrschablone in Verbindung mit einer CT-Behandlung werden zwischen 270 und 450 Euro in Rechnung gestellt. Hinzu kommen rund 320 bis 680 Euro für jede verwendete Krone.

Freilich sind darüber hinaus auch die finanziellen Aufwendungen für den behandelnden Dentisten zu berücksichtigen. Die Voruntersuchungen pro Kiefer kosten zwischen 150 und 300 Euro, in Abhängigkeit vom tatsächlichen Implantations-Aufwand fallen Kosten in Höhe von 300 bis 700 Euro je Implantat an. Eine spezielle Knochenaufbau-Behandlung schlägt mit bis zu 1.000 (bis 5.000 Euro) zu Buche.

Diesbezüglich sind die jeweiligen Behandlungsverfahren (Beckenkamm-Transplantat, Knochenblock oder Ähnliche) von Bedeutung. Im Fall einer erforderlichen Distraktion kommen weitere 1.450 bis 3.500 Euro hinzu, sowie weitere Kosten für Knochenersatzmaterialien, Aufbauteile und so weiter.

Von der einfachen “Standard”-Versorgung über höherwertige Leistungen bis hin zu “Luxus”-Lösungen ist in diesem Zusammenhang alles möglich. Wie hoch dabei der jeweilige Eigenanteil der Patienten ist, hängt in erster Linie freilich von den Krankenversicherern ab. Inwiefern beispielsweise die gesetzliche Krankenversicherung dazu bereit ist, zumindest einen Teil der Kosten zu übernehmen, sollte ebenso vorab geklärt werden, wie die Höhe einer eventuellen Behandlungsbeihilfe, welche die private Krankenversicherung übernimmt.

Interessant dabei ist, dass Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung seit dem Jahr 2005 von einer Neuregelung profitieren, die besagt, dass sich - je nach Kiefersituation - der individuelle Eigenanteil sogar reduzieren kann. Das bedeutet im Endeffekt, dass die Krankenkasse zwar nicht die Kosten für die Implantate übernimmt, aber dafür den tatsächlich ins Gebiss verankerten Zahnersatz bezahlt.